Details zur Schulung

Überblick

Wir bieten dir die Ausbildung zum Segelflugpiloten im Rahmen einer SPL oder LAPL(A) Lizenz. Die Ausbildung besteht vorwiegend aus dem praktisch-fliegerischen Teil, den du an unserem Flugplatz unter Betreuung unseres Teams aus Fluglehrerinnen und Fluglehrern absolvierst. Neben dem praktischen Teil umfasst die Ausbildung auch die Schulung grundlegender Theorie.

Voraussetzungen

  • Mindestalter 14 Jahre für den ersten Alleinflug
  • Medizinische Tauglichkeit
Am allerwichtigsten ist jedoch, dass du Zeit und Motivation mitbringst. In der Saison von April bis September solltest du mindestens jedes zweite Wochenende einen Tag für das Fliegen zur Verfügung haben. Die Ausbildung findet an Wochenend- und Feiertagen statt, vorwiegend an Sonntagen.

Ausbildungsumfang

Gemäß SFCL.130 SPL sind für den Antritt zur praktischen Prüfung mindestens folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • 15 Flugstunden, davon mind. 10 mit Fluglehrer/-in und mind. 2 im Alleinflug
  • 45 Starts
  • 50 km Überlandflug alleine oder 100 km mit Fluglehrer/-in
  • Theoriekenntnisse
ASK 21 Startcheck

Im Regelfall fällt der Umfang der Ausbildung allerdings höher aus. Vom Fußgänger zum Piloten sollte man mindestens mit 20–25 h und 100–150 Flügen rechnen. Bei entsprechendem Engagement ist dies durchaus in zwei Saisons zu schaffen. Dies ist allerdings individuell abhängig von deinem Ausbildungsfortschritt, der natürlich auch durch die verfügbare Zeit bestimmt wird.

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung gliedert sich in folgenden drei praktische Abschnitte und die theoretische Ausbildung:

In der ersten Phase fliegt der Flugschüler/die Flugschülerin zunächst mit einem Fluglehrer und lernt so von Grund auf das Flugzeug zu steuern. Nach dem grundlegenden Handling steht intensives Start- und Landetraining an. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schulung der zentralen Notverfahren. Geschult werden diese Inhalte auf unserer ASK 21. Das Kernziel ist es letztendlich, den Flugschüler auf den ersten Alleinflug vorzubereiten. Den Abschluss des ersten Abschnitts bildet nämlich die sogenannte A-Prüfung, bestehend aus 3 Alleinflügen in der Platzrunde. 

Bis zum ersten Alleinflug werden im Schnitt ca. 60-80 Starts absolviert. Diese werden fast ausschließlich mit unserer Winde durchgeführt. Das ermöglicht ein intensivere Schulung durch kürzerer Startzeit und ist gleichzeitig extrem kostengünstig.

Die zweite Phase beginnt mit lokalen Alleinflügen des Flugschülers/der Flugschülerin, um sich an das einsitzige Flugverhalten zu gewöhnen. Anschließend wird der Fokus auf das Thermikfliegen gelegt. Es gilt Aufwinde korrekt anzufliegen und effizient zu nutzen, um Flugzeug neue potentielle Energie zuzuführen. In diesem Zuge wird der zukünftige Pilot/die Pilotin auf unseren Schulungs-Einsitzer LS4 umgeschult. Auf den beiden Mustern wird nun Flugerfahrung gesammelt und der Fokus liegt verstärkt auf längeren Flügen. Am Ende dieser Phase steht die B-Prüfung.

In der dritten und letzten Phase erfolgt die Streckenflugausbildung. Hier gilt es das erlangte Können und Wissen nun effektiv anzuwenden, um auch bei Flügen fernab vom Flugplatz durchzuführen. Am Anfang steht hier eine Einweisung mit dem Fluglehrer/der Fluglehrerin zum Thema Navigation und Taktik im Streckenflug. Letztendlich muss der Schüler/die Schülerin einen 50 km Ziel-Rück-Flug im Einsitzer absolvieren. Das setzt allerdings das bestehen der Theorieprüfungen voraus. Der Ausbildungsabschnitt wird formal durch die C-Prüfung beendet.

Anschließend erfolgt eine fokussierte Vorbereitung auf die praktische Prüfung.

Essenziell für eine zielführende praktische Ausbildung ist ein fundiertes Wissen. Hierzu erfolgt im Rahmen der Segelflugausbildung ein grundlegender Unterricht in folgenden Fächern:

  • Luftrecht
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Meteorologie
  • Kommunikation
  • Grundlagen des Fliegens
  • Betriebsverfahren 
  • Flugleistung und Flugplanung
  • Allgemeine Luftfahrzeugkunde
  • Navigation
Den Abschluss der theoretischen Ausbildung bildet die Prüfung im Luftfahrtamt. Hierbei werden zu jedem Fach 12-20 Fragen im Multiple Choice Format gestellt.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Sprechfunkzeugnis BZF. Hier wird die Funkpraxis abgeprüft. Diese kann entweder über Online-Schulungen oder in klassischen Unterrichten erlernt werden. Die Prüfung besteht hier aus simulierten Funk-Szenarien. Das Sprechfunkzeugnis kann auf Deutsch und Englisch absolviert werden

Weitere detaillierte Informationen zur Segelflugausbildung und gute Unterlagen zum Theorieunterricht findest du unter segelfliegenausbildung.de.

Kosten

Flugsport muss nicht immer ein Synonym für teuer sein! Vor allem der Segelflugsport lebt vom Vereinsprinzip, was im Vergleich zu einer klassischen Flugschul-Ausbildung die Kosten drastisch senken kann.

Zur Orientierung findest Du hier einen schematischen Kostenanschlag.

JVF Tirschenreuth 2018 (04)

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